....zwei Gipfel hat der Maimont. Gehen wir zuerst nach links, den ansteigenden Pfad über den Ringwall zur "Opferschale". Die vier auf vier Meter große, zerbrochene Felsenschüssel mit der eingekratzten "Blutrinne", lässt fantasievolle Betrachter glauben, hier seien in vorchristlicher Zeit den heidnischen Göttern Tier- und Menschenopfer dargebracht worden.
Geologen und Historiker bezweifeln dies, denn es gibt im pfälzischen Buntsandstein viele solcher Felsenschüsseln, die von Menschenhand mit einer so genannten "Blutrinne" versehen zur "Opferschale" geworden sind.
...das Volk der Nemeter spielte in den germanisch-keltischen Mischkulturen der Rheinebene eine spirituell bedeutende Rolle. Ihr Volksname war mit dem keltischen Wort „Nemeton" ( für Heiligtum, heiliger Hain) wurzelverwandt. Ihre spirituell-religiöse Bedeutung war offenbar so groß, daß andere keltische Völker wie die Treverer die Göttin Nemetona übernahmen. Wo aber lagen die Heiligtümer dieses versunkenen Volkes? Mit ein wenig historischen und archäologischen Kenntnissen lassen sich die alten Nemetons unschwer ermitteln. Ein Zentrum der religiösen Kultur der Nemeter war der Maimont bei Gebüg im pfälzisch-elsässischen Grenzgebiet gewesen. Umgebende Berge heißen auch heute noch „Götzenberg" oder „Heidenkopf". Dem suchenden Auge bleiben auch die mächtigen Ringwallanlagen nicht verborgen, die den Berggipfel umgeben. Gleichfalls ein Nemeton war der Orensberg in der Nähe von Landau. Maimont und Orensberg werden von einer Opferschale gekrönt.
Anfänge der Besiedlung im Bereich von Gebüg und Schönau
Im Pfälzer Wald herrschten noch in der Jungsteinzeit (3500 - 1800 vor Christus) ungünstige Siedlungsverhältnisse. Urwaldartiger Bewuchs bedeckte die Berghänge, während sich in den Tälern Sumpfland gebildet hatte. Trotz dieser widrigen Siedlungsverhältnisse gibt es Spuren für die Anwesenheit von nomadisierenden Jägervölkern in der Gegend von Gebüg. Mehrere Funde von Steinbeilen und anderen Steingeräten am Ringwall auf dem Maimont, lassen einen Aufenthalt von jungsteinzeitlichen Menschen möglich erscheinen. In der vorchristlichen Eisenzeit (800 v. Chr. - um Christi Geburt) siedelte im Unterelsaß, in Lothringen und in der Pfalz der keltische Stamm der Mediomatriker. Etwa vom dritten Jahrhundert v. Chr. an mußte sich dieser Stamm gegen das Eindringen germanischer Völker vom Rhein her zur Wehr setzen.

Um 100 v. Chr. gelang es den Sueben unter ihrem Führer Ariovist, sich in der pfälzisch-elsässischen Rheinebene festzusetzen und die dort lebenden Kelten weiter nach Westen zu drängen. Aus dieser spätkeltischen Zeit stammt die älteste nachweisbare Besiedlung unserer Gegend, nämlich die große Ringwallanlage auf dem Maimont bei Gebüg. Sie ist als Fliehburg zu verstehen, die in Kriegszeiten der Bevölkerung Schutz bot und von der aus feindliche Angriffe abgewehrt werden konnten. Ihre günstige strategische Lage ermöglichte auch die Kontrolle über die hier durchgehenden Wegverbindungen. Vermutlich sicherte diese Bergfestung eine vom elsässischen Brumath über Niederbronn führende Straße, die am Maimont vorbeilief (Zollstock) und in Richtung Trifels weiterführte.
Die Opferschale
Liebe Besucher,
ich behaupte jetzt ganz einfach mal,

Gebüg ist das älteste Dorf der Pfalz!

Lesen Sie bitte die folgenden Berichte (div. Quellen) und machen Sie sich selber ein Bild!
Die Opferschale