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Jeder kennt sie, die meisten meiden sie; doch die verachtete
Brennessel ist ein äußerst nützliches Kraut für Küche, Garten
und Hausapotheke.

Die Brennessel kennt jeder. Es gibt wohl niemanden, der
nicht schon seine hautnahen und keineswegs erfreulichen
Erfahrungen mit ihr gemacht hat. Denn die Pflanzenhaare,
mit denen das Kraut überall bedeckt ist, brechen bei der
kleinsten Berührung an der Spitze ab. Dadurch entsteht eine
scharfe Kante, die die Haut oberflächlich ritzt, so daß das
sogenannte Nesselgift, das in diesen Härchen enthalten ist,
in die Haut eindringen kann. Dies führt sofort zu brennenden
und schmerzhaften Hautreizungen.

Ein nützliches „Unkraut" für ...
Die Brennessel, von der es über dreißig Arten gibt, ist in allen gemäßigten Breiten zu Hause. Am häufigsten sind bei uns die etwa 150 cm hohe ausdauernde Große Brennessel (Urtica dioica) und die bis 60 cm hoch wachsende einjährige Kleine Brennessel (Urtica urens). Beide gedeihen überall, wo sie ein Plätzchen finden: an Wegen, auf Wiesen, in Wäldern, auf Ödplätzen, Schutthalden und

... Küche
Doch der Ruf als nur lästiges und zudem noch hautreizendes Unkraut wird dieser Pflanze ganz und gar nicht gerecht. Denn die Brennessel verfügt über mancherlei Qualitäten als Nutz- und Heilpflanze. Junge Brennesselblätter sind im Frühjahr nicht nur eine preiswerte, sondern wegen ihres Vitamin-C-, Chlorophyll- und Eisengehaltes auch gesunde Bereicherung unseres Speisezettels. Ein gewisser Sammelfleiß (mit Handschuhen!) ist allerdings Voraussetzung. Denn für ein Brennesselgemüse, das man ähnlich wie Spinat zubereitet, braucht man für vier Personen immerhin 1 kg von den zarten Blättchen. Für einen Brennesselsalat benötigt man nicht so viel. Und wenn man die Blätter ganz leicht mit einem Nudelholz überrollt, die Brennhaare also vorher „umlegt", soll der Verzehr ohne negative Folgen bleiben. Also nur Mut: Probieren geht über Studieren!

... Garten
Ein weniger appetitlich anmutender, aber äußerst nützlicher Verwendungszweck ist die Brennesseljauche. Sie ist ganz einfach herzustellen: Kleingeschnittene Pflanzen in ein Behältnis tun, Wasser zugeben und warten, bis das Ganze so richtig stinkt! Mit dem Sud kann man

... und Hausapotheke
Ganz besonders zum Tragen kommen die Vorzüge der Brennessel jedoch in der Heilkunde. Schon die Menschen im Altertum versprachen sich von den Wirkstoffen der Brennessel Linderung und Heilungsförderung bei vielen gesundheitlichen Störungen. Sie nutzten die Brennessel z.B. bei der Behandlung von Wunden und Geschwüren, bei Hunde-, Schlangen- und Skorpionsbissen; sie kannten aber auch schon ihre harntreibende Wirkung. Und gerade aufgrund ihrer den Stoffwechsel und die Nierenfunktion anregenden Wirkung wird die Brennessel auch heute noch sehr geschätzt. Man nutzt ihre heilkräftigen Substanzen bei leichten Harnwegsinfektionen und Nierengries und verwendet sie zur unterstützenden Behandlung bei rheumatischen Beschwerden. Aber auch äußerlich angewendet, kann das vermeintliche Unkraut der Gesundheit dienlich sein: Das Peitschen der Arme und Beine mit Brennesselkraut ist vermutlich nicht jedermanns Sache; Lohn einer solchen heroischen Prozedur soll jedoch ein über Stunden anhaltendes angenehmes Wärmegefühl sein. Zur Herstellung von Arzneimitteln dienen vor allem die oberirdischen Teile sowohl der Kleinen als auch der Großen Brennessel. Aus den Blättern, frisch oder getrocknet, kann Brennesseltee zubereitet werden; getrocknete Brennesselblätter sind häufig aber auch Bestandteil von Teemischungen. Aus dem frischen Kraut wird Brennesselsaft hergestellt  nicht unbedingt ein kulinarischer Genuß, aber sicher von "reinigender" Wirkung. Wem der Sinn nicht danach steht, dieses nützliche Kraut selbst zu pflücken, zu trocknen oder auszupressen, der kann auf spezielle Präparate aus der Apotheke zurückgreifen. Erhältlich sind Brennesseltee, -saft und -kapseln. Bei Herz- und Nierenerkrankungen sind diese Mittel jedoch nicht geeignet. Wer aber selbst sammeln will, für den hier noch ein alter gereimter Ratschlag, für den wir uns allerdings nicht verbürgen wollen:

Wer scheu die Nessel greift,
Dem brennt davon die Hand;
Wer derb ihr Blatt ergreift,
Dem weckt sie keinen Brand.


Rund um das vom Wirtschaftsministerium ausgezeichnete Konzept

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entwickelte die Apothekerin Margot Hermann in ihrer Teestube Teespezialitäten, die sich zunehmend größer werdender Beliebtheit erfreuen. Ihr neuestes "Kind" ist der...
- Gebüger Sengnessel - ein naturreiner Tee, weltweit einmalig! Brennnesseln regen den gesamten Stoffwechsel an, werden deshalb gerne Teemischungen gegen Rheuma, Gicht, Galle- und Leberbeschwerden zugefügt. Aber in Gebüg macht man eben alles 100%, darum gibt es den Brennnesseltee hier pur. Wer sich am Morgen schlapp fühlt, sollte es mit einem Tässchen Sengnessel versuchen. Das macht fit für den Tag.
Wollen Sie den Gebüger Sengnessel probieren?  Tee-Mail genügt!